
Inklusives Quartier Alsterdorfer Markt & Wege zur Inklusion
Rund um den Alsterdorfer Markt ist seit 2003 ein lebendiges Quartier mit Nahversorgung, Gastronomie, Kultur- und sozialen Einrichtungen und vielen Veranstaltungen entstanden. Mit dem 2024 startenden Projekt „Wege zur Inklusion“ soll das Quartier noch stärker als ein Lern- und Erfahrungsort für Inklusion weiterentwickelt werden.
Noch Ende der 90er Jahre lebten in Alsterdorf über 800 Menschen mit Behinderung innerhalb eines umzäunten Geländes mit Schlafsälen, Großküche und Anstaltskrankenhaus. Damals machte sich die Evangelische Stiftung Alsterdorf auf den Weg ihre zentralen, stationären Heimstrukturen vollständig aufzulösen. „Wünschenswerte Normalität soll auf dem Alsterdorfer Markt einkehren", sagte die damalige Bürgerschaftspräsidentin Dorothee Stapelfeldt bei der feierlichen Eröffnung des Marktes im Jahr 2003. Dies ist gelungen. Mehr als 5.000 Menschen besuchen täglich den Markt. Alle Heime sind aufgelöst, die meisten der ehemaligen Bewohner*innen leben inzwischen längst in eigenen Wohnungen oder Wohngemeinschaften mitten in Hamburg.
Anknüpfend an diese erfolgreiche Entwicklung arbeitet die Evangelische Stiftung Alsterdorf weiter daran ihr Gelände zu einem inklusiven Modell-Quartier zu entwickeln: mit dem Bau inklusiver Wohnquartiere, dem Ausbau von Barrierefreiheit und dem Schaffen zahlreicher inklusiver Angebote in den Bereichen Gastronomie, Sport, Kultur und medizinische Versorgung. 2017 wurde der Alsterdorfer Markt von der Stadt Hamburg dafür als „Wegbereiter der Inklusion“ gewürdigt.
Wege zur Inklusion
Seit 2024 gibt es am Alsterdorfer Markt das von Aktion Mensch geförderte Projekt „Wege zur Inklusion“. Ziel ist es, den Alsterdorfer Markt mit seinen Gebäuden, Freiräumen, Menschen und Geschichten zu einem lebendigen Ort zu machen, an dem Inklusion im Alltag sichtbar und verständlich wird.
Gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt das Projekt Formate, in denen Begegnung und Austausch im Mittelpunkt stehen. Ein zentrales Angebot sind die inklusiven Quartiers‑Rundgänge: Anhand von Orten und Gebäuden auf dem Stiftungsgelände geht es um Themen wie Arbeit, Gesundheit, Sport, Teilhabe und Ausgrenzung. Wichtig ist der Dialog – Menschen kommen miteinander ins Gespräch, hören zu und nehmen neue Perspektiven ein. Mehr als 1600 Interessierte haben bereits an den Rundgängen teilgenommen (Stand Sommer 2026).
Neben den Rundgängen sind weitere Formate in Umsetzung oder Entwicklung. Dazu gehört ein Social-Day-Angebot für Unternehmen, die gemeinsam einen besonderen Tag mit Perspektivwechsel erleben möchten, ein Resonanzraum für Austausch und inklusives Denken, sowie das digitale Entdeckerformat „Was ist denn hier los?“, das den Alsterdorfer Markt und seine Geschichten online zugänglich macht.
Wenn Sie mit Ihren Kolleg*innen, Bekannten, Freunden, Schüler*innen Interesse an einem Rundgang haben, finden Sie hier alle wichtigen Informationen:
→ Wege zur Inklusion – Evangelische Stiftung Alsterdorf
Weitere Beispiele für inklusive Projekte auf dem Stiftungsgelände: Die umfassend barrierefreie Barakiel-Sporthalle, das inklusive Wohnquartier Alsterdorfer Gärten und das bundesweite Vorzeigeprojekt Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI).
Weitere Informationen
Weiterführende Links
- Kulturküche Alsterdorf
- Alsterdorfer Kesselhaus
- Barakiel Halle - barrierefreie Sporthalle
- Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion - SIMI
- Lageplan des Geländes der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, PDF
Kontakt
![]() | Thies Straehler-Pohl Prozesskoordination Inklusives Quartier Alsterdorfer Markt Q8 Sozialraumorientierung Alsterdorfer Markt 18 22297 Hamburg Mobil: 0151 70109642 E-Mail: t.straehler-pohl@q-acht.net Internet: https://www.q-acht.net/projekte/inklusives-quartier-alsterdorf.php |
|---|
![]() | Julia Rath Projektleitung Wege zur Inklusion Q8 Sozialraumorientierung Alsterdorfer Markt 18 22297 Hamburg Telefon: 0173 7036891 E-Mail: j.rath@alsterdorf.de Internet: https://www.q-acht.net/projekte/uk.php |
|---|

