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Das Schild der Heilandskirche vor Bäumen und der Kirche selbst

Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst

Seit 2012 arbeitet die Kirchengemeinde eng mit dem Quartiersentwicklungsprojekt Q8 zusammen. Die Kirchengemeinde will sich „stadtteilbezogen“ aufstellen, in der Zusammenarbeit mit Institutionen und Initiativen vor Ort ihr kirchliches Profil weiterentwickeln und sich einbringen in zentrale Themen des Quartiers. Sich ökonomisch zukunftsfähig machen und dies mit Wirkungsfeldern die vor allen Dingen den Menschen im Quartier zu gute kommen ist ein weiterer Aspekt dabei.

Dazu Pastor Michael Ellendorf: „Die Konstellation der Zusammenarbeit mit Q8“ ist für alle Beteiligten neu. Sie hat sich als sehr produktiv erwiesen (und tut es weiter). Das Aushandeln von gemeinsamen Schnittmengen war und ist ebenso spannend wie fruchtbar, getragen von großem Engagement und gegenseitigem Vertrauen. In der Kirchengemeinde galt es, interdisziplinäres Arbeiten zu lernen und nach innen und außen zu vertreten.

Gemeinsame Werte und ein gemeinsames Ziel

Die KooperationspartnerInnen teilen gemeinsame Werte und ein gemeinsames Ziel: Den Aufbau Inklusion fördernder Strukturen kirchlich zu unterstützen, um gerade in Zeiten zunehmender sozialer Divergenzen und Spaltungen aktiv für ganzheitliche Perspektiven eines jeden Menschen einzutreten. Die Zusammenarbeit zahlt sich aus für die Kirche und für das Quartier: Es entstehen neue Netzwerke und Projekte, die die Versorgung und Teilhabe verbessern. Dazu zählt der Aufbau einer Fahrradwerkstatt für Menschen mit Fluchterfahrung genauso wie die Verzahnung mit sozialen Einrichtungen der Eingliederungshilfe, um Menschen mit Behinderung Teilhabechance zu ermöglichen.

Denn auch für das gut situierte Winterhude ergab eine Quartiersanalyse von Q8, dass hier Menschen leben, die gar nicht oder nicht gut von den Sorgestrukturen und den vorhandenen Netzwerken erreicht werden. Menschen mit einer Beeinträchtigung aber auch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl alleinlebender SeniorInnen gehören dazu. Q8 knüpft Kontakte im Quartier, organisierte fachlichen und persönlichen Austausch und stößt oft Projekte an. Für die Gemeinde setzt ein Umdenken ein: Sie beginnt sich als Teil des Sozialraumes zu verstehen. Dieses neue Denken führte unter der Überschrift „Kirche mittenmang“ auch zu einem neuen Leitbild. Neben zeitgemäßen Glaubensformen und christlicher Bildung sind dort vor allem der Quartiersbezug und das als wichtig erkannte Thema Wohnen erfasst.

Rolle der Quartiersentwicklerin ist entscheidend

Aus Sicht der Kirche ist dabei die Rolle der Quartiersentwicklerin entscheidend. „Was sie tut, können wir als Pastorinnen und Pastoren nicht, weder zeitlich noch fachlich. Sie ist die Kümmerin, die Fädenspinnerin, die Person, die zugleich Quartier und Gemeinde im Blick hat und beides auf neue Weise zusammen sehen kann“ sagt die Pastorin Ande.

Für die Kooperation stellt die Kirchengemeinde räumliche, personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung, darüber hinaus wird die inhaltliche und ökonomische Entwicklung der Kirchengemeinde gemeinsam betrachtet. Insbesondere die Gebäudeentwicklung wird seither einer intensiven Prüfung unterzogen, beraten und begleitet von der Lawaetz-Stiftung. Wo gibt es Entwicklungsfähigkeit, wo und wie kann die Kirchengemeinde die Realisierung eines sozialen Wohnprojekts umsetzen?

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