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Lotsin zeigt Frau Tablet
Gewusst wie: Tablet einrichten auf Distanz.

Beispiele aus der Praxis

QplusAlter zeigt auch in Zeiten von Corona, wie gute Lösungen im Sozialen aussehen können. Die Beispiele zeigen, was möglich ist.

Tablet auf der Türschwelle

Martina Schmidt* verlässt zurzeit nur für kleine Besorgungen und den Besuch beim Arzt das Haus. Vor zwei Monaten hat die 83-Jährige auf Anregung der Lotsin eine Smartphone-Gruppe im Stadtteil besucht und Lust bekommen, die digitale Welt zu entdecken. Lotsin Julia-Christin Jeske übergibt ihr ein voreingestelltes Leih-Tablet. Nun möchte sie den Umgang mit einem Tablet ausprobieren. Die Seniorin richtet mit ihrer Unterstützung den Internetzugang selbst ein. Jetzt nutzt sie das Tablet, für Gedächtnisübungen, um Mediatheken zu nutzen und virtuell ihr Lieblingstheater zu besuchen.

Briefe schreiben per Telefon

Elsa Cordes* ist fast blind, sie lebt in einem Seniorenheim und braucht Hilfe bei ihrer Post. Die ehrenamtliche Helferin darf das Haus wegen der Corona-Auflagen nicht mehr betreten. Die Idee von Frau Kordes und der Lotsin: Das Pflegepersonal schickt die Briefe an die Helferin. Sie liest Frau Cordes die Briefe am Telefon vor, Frau Cordes diktiert ihr Antworten. So konnte sie sogar Osterpostkarten an ihre Freund*innen senden.

Hilfe nach dem Krankenhaus

Herr Löffelholz ist nach einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus gekommen. Insbesondere das Einkaufen fällt ihm schwer, so dass er nach einer Hilfe sucht. Zusammen mit der Lotsin wägt er verschiedene Möglichkeiten ab, das Für und Wieder... Schließlich vermittelt sie den Kontakt zu Antonia, einer jungen Frau aus dem Stadtteil. Einmal die Woche geht sie jetzt für ihn einkaufen.

Mit Abstand freundlich: Einkauf schafft Begegnung.

Einkauf mit Blume

Frau Finnern geht einkaufen – für Frau Meyer* aus der Nachbarschaft. QplusAlter Lotsin Jacqueline Johanns hat die beiden zusammengebracht als Frau Meyers reguläre Unterstützung coronabedingt ausgefallen war. Frau Finnern legt die Einkäufe vor die Tür. So ist Frau Meyer gut versorgt. Als neben Butter, Brot und Gemüse auch noch Blumen im Korb liegen, ist die Überraschung groß!

Die Frau von nebenan

Dieser Vormittag fängt für Erika Meger gut an. Julia-Christin Jeske ist da. Gemeinsam mit der „QplusAlter“-Lotsin hat sie einen Weg gefunden, wie sie trotz großer gesundheitlicher Einschränkungen weiter in ihrer Wohnung leben kann. Das ist ihr wichtig. Hier in Groß Borstel wohnt sie seit 20 Jahren. Doch mit 78 Jahren weiß sie plötzlich nicht mehr weiter. Geld für eine Hilfe im Alltag ist bei der kleinen Rente nicht drin. Ein Pflegegrad wird abgelehnt.

Im Juni lernt sie Julia-Christin Jeske kennen. Eine Freundin, die ebenfalls von der Lotsin begleitet wird, hat den Kontakt vermittelt. „Wir haben uns gleich verstanden“, sagt Erika Meger.

Zusammen mit der Lotsin formuliert Frau Meger ihre Interessen und Vorstellungen: zu Hause wohnen bleiben, eine Hilfe für die alltäglichen Dinge wie Einkaufen und Staubsaugen finden. Gemeinsam gehen sie die Optionen durch: Pflegedienst, private Haushaltshilfe, Servicestelle Nachbarschaftshilfe. Erika Meger ist klar: „Am liebsten hätte ich jemanden, den ich kenne.“ Und dann hat sie eine Idee: eine Frau von nebenan. Nun treffen sie sich mehrmals im Monat. Für Erika Meger bedeuten all diese kleinen Schritte zusammen ein großes Plus an Lebensqualität.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte von Frau Meger (PDF)

Hier sehen Sie Frau Meger im Hamburg Journal.

Vier Lotsinnen sind bei der Ev. Stiftung Alsterdorf angestellt. „Unser Blick richtet sich immer auf das, was der jeweilige Mensch will. Bevor wir einen Strauß von Möglichkeiten aufzeigen, fragen wir: Was ist Ihnen ganz persönlich wichtig? Wie wollen Sie im Alter leben?“ Die Lotsinnen von QplusAlter helfen, die passende Unterstützung für den Alltag zu finden.

*Namen wurden geändert