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Mitglieder des Vereins stehen nebeneinander mit Regenschirmen
Verein Machbarschaft-Wandsbek-Hinschenfelde e.V. leistet verbindliche, organisierte Nachbarschaftshilfe

Machbarschaft Wandsbek-Hinschenfelde e.V.

Seit Anfang 2015 leistet der Verein Machbarschaft-Wandsbek-Hinschenfelde e.V. verbindliche, organisierte Nachbarschaftshilfe. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Selbstständigkeit der SeniorInnen und ermöglicht es ihnen, länger in ihrem gewünschten Umfeld zu leben. Diese Unterstützungsstruktur setzt genau da an, wo professionelle Hilfe meistens noch nicht gebraucht wird, aber schon erhebliche Schwierigkeiten aufkommen, den Alltag alleine zu meistern.

Die Idee: Anstoß für die Vereinsgründung waren u. a. die Ergebnisse der Quartiers- Analyse von Q8: Es gibt Lücken bei der selbstständigen Versorgung im Alter. Bei der Suche nach einer Lösung wurde Q8 im Sommer 2013 auf einen Verein in Niedersachsen, die „Grafschafter Bürgergemeinschaft“, aufmerksam. Die Ziele und Inhalte dieses Vereins entsprechen genau den Bedarfen, die von den HinschenfelderInnen genannt wurden und für die es bis zum damaligen Zeitpunkt noch keine geeignete Struktur und Lösung gab. Q8 organisierte den Kontakt und ein Kennenlernen der aktiven Vorstände und der Vereinsidee der „Grafschafter Bürgergemeinschaft“. So entstand das Vorhaben, das Konzept zu übernehmen und für Hinschenfelde anzupassen.

Kaffetafel mit mehreren Personen
Beteiligung an vielen lokalen Festen

Die Gründung: Mit interessierten Menschen aus den Netzwerken, aus vorhandenen Freiwilligenformaten wie den seniorTrainern, und drei Bürgern wurde der Verein im Juni 2014 gegründet. Vor und direkt nach der Gründung traf sich das Team zeitweilig in wöchentlichem Rhythmus, um Informationsveranstaltungen zu planen und durchzuführen und die notwendigen Strukturen für den Verein zu entwickeln, sowie die Formulare anzupassen. Nach der Gründung wurden in diversen Veranstaltungen am Verein interessierte Hinschenfelder eingeladen damit sie Mitglieder werden konnten. Mit „Betriebsbeginn“ – d.h. mit dem Start der ersten Unterstützungseinsätze im Januar 2015 – zählte der Verein ca. 60 Mitglieder.

Der Verein: Im Oktober 2017 sind dem Verein 176 Mitglieder beigetreten und die Hilfeanfragen steigen monatlich an. Zum Ende des ersten Quartals 2016 zählt der Verein 120 Hilfe nehmenden und 50 helfende Mitglieder. 27 Mitglieder sind vorerst als fördernd eingetreten. Die Hilfestunden werden in den Bereichen Fahr- und Begleitdienst, Besuchs- und Begleitdienst und bei den Hilfestellungen im Haushalt ungefähr gleich viel angefragt. Durchschnittlich werden z.Zt. monatlich über 300 Hilfestunden geleistet, ein Auftrag dauert im Mittel 1,6 Stunden.

Die Vereinsmitglieder helfen im Haushalt, ersetzen aber keine professionelle Putzhilfe, sie fahren und begleiten zu den gewünschten Zielen, sie besuchen und begleiten zu Fuß zu den gewünschten Zielen, sie helfen bei der Gartenpflege und im handwerklichen Bereich; und doch sind sie weder Taxifahrer, professionelle Putzhilfe, Gärtner oder Handwerker.

Die Zahlen: Alle Mitglieder des Vereis zahlen einen Jahresbeitrag von 32 Euro pro Person. Während der Vorstand und die an der Organisation und Koordination beteiligten Mitglieder ehrenamtlich tätig sind, wird die Möglichkeit des Ehrenamtsstärkungsgesetztes für die helfende Tätigkeit genutzt. Die Helfenden erhalten die finanzielle Anerkennung im Rahmen der Übungsleiterpauschale, die 2.400 Euro jährlich nicht überschreiten darf. Die hilfenehmenden Mitglieder zahlen 8,60 Euro pro Hilfestunde, wovon die Helfenden 6,80 Euro und der Verein 1,80 Euro erhalten. Hilfebedürftige Mitglieder erhalten die Hilfe der aktiven Mitglieder. Hilfebedürftigkeit besteht laut Gesetz bei Menschen ab 75 Jahren oder bei kurz- oder langfristiger offensichtlicher Erkrankung.

Die Wirkungen: Die älteren Mitglieder, die die Hilfe anfragen und in Anspruch nehmen, können ihrer gewohnten, selbstständigen Lebensweise nachgehen. Sie sorgen sich erheblich weniger und beugen somit auch den möglichen, durch Sorge entstehenden Krankheiten vor. Sie haben die Möglichkeit, ihre gewünschten Kontakte zu erhalten und durch die Pflege eines Vereinslebens können sie neue Kontakte in der Nachbarshaft knüpfen. Einen Aufenthalt im Heim können sie mit der Hilfe des Vereins und ggf. den professionellen Tätigkeiten eines Pflegedienstes lange vermeiden. Auch die helfenden Mitglieder haben durch die regelmäßigen Treffen, die zum Austausch und für Fragen und Informationen zum laufenden Geschehen regelmäßig stattfinden, die Möglichkeit, neue Kontakte aufzubauen.

Vorreiter bei Seniorengemeinschaften in einer Großstadt

Der gemeinnützige Verein ist ein Vorreiter im Sinne der oben erwähnten Seniorengemeinschaften in einer Großstadt. Die lokale Verankerung innerhalb des Quartiers belebt die Nachbarschaften und ermöglicht kurze Wege von Einem zum Anderen.

Die meisten helfenden Mitglieder sind inzwischen aus dem aktiven Arbeitsleben ausgetreten, wodurch sie die zeitlichen Ressourcen für das Helfen im Verein haben. Es sind dem Verein aber auch jüngere und berufstätige Mitglieder beigetreten, die in den Abendstunden und am Wochenende ihre Einsatzbereitschaft zur Verfügung stellen.

Kontakt: Wandsbek-Hinschenfelde e.V., Dernauer Str. 27a, 22047 Hamburg, Tel. 040/650 666 681, info@machbarschaft-wandsbek-hinschenfelde.de

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Ansprechperson

Claudia OrgaßClaudia Orgaß
Projektleitung Q8 Wandsbek

Q8 Wandsbek
Dernauer Straße 27 a
22047 Hamburg

Mobil: 0173 2168934
E-Mail: c.orgass@q-acht.net
Internet: www.q-acht.net/wandsbek

Schlagwörter

Q8-Wandsbek Machbarschaft