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Die Martin-Luther-King Kirche ist in Steilshoop als "blaue Kachel" bekannt

Q8 in Steilshoop

In der Hamburger Großwohnsiedlung Steilshoop arbeitete Q8 an der Entwicklung eines inklusiven und generationengerechten Quartiers. Dazu gehörte auch, Senioren und Seniorinnen mit und ohne Handicap intensiv in die Durchführung von Projekten im Quartier einzubinden und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Die Großwohnsiedlung aus den 1970er Jahren hat sich bei Alteingesessenen den Charakter eines Dorfes erhalten. Städtebaulich auffällig sind die ringförmig angelegten Straßen mit grünen Innenhöfen. Auf Grund von langjährigen sozialen Problemen wurde Steilshoop schon zwanzig Jahre nach dem Erstbezug zum Sanierungsgebiet und seit 2007 zum so genannten RISE-Fördergebiet. Seit 2014 wird es mit Mitteln aus der Wohnungswirtschaft und der lokalen Ökonomie zusätzlich als Innovationsquartier unterstützt.

Das ehemalige Bildungszentrum ist inzwischen zu großen Teilen abgerissen. Im Frühjahr 2018 wird mit dem Neubau begonnen, so dass der Campus Steilshoop mit einer Stadtteilschule und einem Quartierszentrum 2019 in neuem Gewand seine Türen neu öffnet.

Von 2014 bis 2018 arbeitete Q8 zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern in Kooperation mit Partnern der Wohnungswirtschaft, der Kirchengemeinden, Beratungsstellen und anderen Partnern an einem inklusiven und generationengerechten Quartier. Viele ältere Menschen mit und ohne Handicap, die oft keine gute Versorgung finden und einsam sind leben mittlerweile hier.

Um die Situation zu verbessern, hatte Q8 Steilshoop verschiedene Projekte initiiert und unterstützt: Der Stadtteilplan „Seniorenblick Steilshoop“ erscheint seit Anfang 2016 quartalsweise und stellt die Vielfalt der Angebote für SeniorInnen vor. Mit den Projekten „Guten Morgen Steilshoop“ und der Steilshooper Einkaufsbegleitung unterstützen sich Nachbarinnen und Nachbarn gegenseitig. Damit soll der Alltag leichter werden, wenn Alter, Krankheit oder Behinderung Herausforderungen mit sich bringen.

Die Verbreitung der Angebote durch „Bitte weitersagen! – Migrantinnen und Migranten mitten drin“ führt zu einer interkulturellen Öffnung.

Die Stolperfallen-Ausstellung für mehr Barrierefreiheit im Jahr 2015 bewegte die Beseitigung von Unebenheiten auf öffentlichen und privaten Gehwegen.

Was ist Q8?

Neue Lösungen für soziale Fragen

Quartiere bewegen – mit diesem Motto arbeitet das Quartier-Projekt Q8 seit Anfang 2011 an Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen: Demographischer Wandel und Fachkräftemangel auf der einen Seite, und immer mehr Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit, Pflege- oder Assistenzbedürftigkeit Hilfen brauchen auf der anderen, verlangen danach, „das Soziale“ neu zu organisieren. Q8 verbindet Ansätze der Sozialraumorientierung, der Quartierentwicklung und der Inklusion zu einer Gesamtstrategie.

Alle Menschen im Quartier sollen selbstbestimmt leben können und dafür die Unterstützung finden, die sie brauchen. Mit Hilfe von Q8 sollen im Quartier neue und finanzierbare Unterstützungsformen entstehen. Dabei geht es um den Mix aus Selbsthilfe, bürgerschaftlichem Engagement und Nachbarschaftshilfe, technikbasierten Lösungen sowie professioneller Unterstützung. Q8 befördert als neutrale Intermediärin Win-Win-Situationen im Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und der lokalen Ökonomie – zum Vorteil aller Beteiligten.

Q8 ist eine Initiative der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Partnerschaft mit der NORDMETALL-Stiftung.

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